
Interessante Berichterstattung über Sisi s Töchter - Wenn man sich näher mit dem Leben der Kaiserin Elisabeth von Österreich beschäftigt, wird man natürlich auch irgendwann einmal neugierig auf die vielen Familienmitglieder um diese Person. So war ich sehr gespannt auf das Buch über ihre Töchter und wurde nicht enttäuscht. Zwar wurde in ihren eigenen Biographien auch immer über die Kinder geschrieben, nie aber so ausführlich wie hier. Martha Schad berichtet ausführlich über die Gefühle und Gedanken der Kinder und erst mit diesem Buch kann man auch die Gefühle der Kaiserin gegenüber ihren Kinder etwas besser verstehen.
Schön, aber leider zu unkritisch - 3 Sterne, denn das Buch ist gut zu lesen, und es war höchste Zeit, dass einmal ein Blick auf Sisis Töchter geworfen wurde, die von der Forschung bisher zugunsten des Kronprinzen links liegengelassen wurden.Trotzdem - die Kritik, das Buch sei in einem Ton naiver Verehrung gehalten, ist leider völlig richtig, treffender kann man es kaum formulieren. Ausserdem verliert sich das Buch in Details, die Autorin geht auf Enkel und Urenkel des Kaiserpaars ein, gerade die Töchter, um die es doch gehen sollte, kommen (ausser Marie Valerie) viel zu kurz. Ueber die älteste Tochter ist nicht allzuviel zu berichten, sie starb ja schon mit 2 Jahren, aber Gisela bleibt im Hintergrund - dabei hatte sie doch von allen Kaiserkindern das längste Leben! Sie wurde 76, also wesentlich älter als sämtliche Geschwister (Rudolf starb mit 31, Valerie mit 56). Trotzdem ist sie in diesem Buch nur eine Randfigur!Marie Valerie hatte natuerlich das innigste Verhältnis zur Mutter, aber die Autorin verliert kein Wort darueber, dass Valeries Ehe eine Katastrophe gewesen sein muss, wenn ihr Mann sich nicht gescheut hat, uneheliche Kinder anzuerkennen. Gewiss, bei einer arrangierten Ehe haben die Ehefrauen die Seitenspruenge ihrer Männer wohl meist gelassen hingenommen, aber Valerie hatte ihren Franz doch aus Liebe geheiratet und nicht - wie sonst in diesen Kreisen ueblich - aus dynastischen Gruenden.Erfreulich war allerdings zu lesen, dass Gisela und Valerie - die vernachlässigte Tochter und der Liebling - ein gutes Verhältnis zueinander hatten. Sie waren sich ja auch ähnlich, schlugen beide dem Vater nach. Es spricht sehr fuer Giselas Charakter, dass sie offenbar nicht eifersuechtig auf die bevorzugte Schwester war! Sie muss ein sympathischer Mensch gewesen sein. Weiss uebrigens jemand, wie Sisi auf den Namen Valerie gekommen ist? Der war ja im Kaiserhaus ganz ungewöhnlich. Wuerde mich interessieren!Die einzige kritische Bemerkung im gesamten Buch lautet wie folgt: Was sie (Sisi) bei dieser Gelegenheit (ein Gedicht) ueber ihre Tochter Gisela schreibt, ist schlichtweg als degoutant zu bezeichnen. Das macht neugierig darauf, WAS Sisi denn ueber Gisela geschrieben hat, es wird aber leider nicht erwähnt - hier erinnert Martha Schad an die loyale Gräfin Festetics (Sisis ergebene Hofdame), die sich in ihrem Tagebuch ueber Tratschereien aufregte, ohne deren Inhalt aufzunehmen.Ob man die Nachfahren der Kaiserin, die heutigen Wittelsbacher, beruecksichtigen sollte, weiss ich nicht - die Fotos wirkten eher peinlich und erinnerten an deutsche Klatschzeitungen, andererseits ist es durchaus interessant, zu erfahren, in welchem Verwandtschaftsverhältnis diese Leute zu Sisi stehen. Offenbar heiraten die Blaublueter heutzutage gelegentlich auch buergerlich, man sieht es daran, dass im Stammbaum so profane Namen wie Sandra Burkhard und Ursula Möhlenkamp auftauchen, die unter all den klangvollen Namen sehr komisch wirken. Darueber sollte man vielleicht ein Buch schreiben -ueber Buergerliche, die in den Adel eingeheiratet haben und darueber, wie sie aufgenommen wurden / werden.
Zu oberflächlich und unkritisch! - Wer sich mit Kaiserin Elisabeth, jener legendären Sissi, beschäftgt, kommt nicht umhin, auch den Aspekt ihrer Beziehung zu den Töchtern zu betrachten. Da war Sophie, die Erstgeborene, die als Kleinkind starb, dann Gisela, meist als etwas hausbackene Frau dargestellt, die ihrer Mutter hinsichtlich Aussehen und Stil nicht das Wasser reichen konnte und schließlich die vielgeliebte Marie Valerie!Das Buch von Martha Schad zeichnet sich durch wirklich schöne und interessante Fotos aus, doch damit ist das Positive schon berichtet.Im Grunde behandelt das Buch oberflächlich die Beziehung der egozentrischen Kaiserin, die vor jeder Verantwortung davon lief, zu ihren Töchtern. Von Konflikten und Spannungen zwischen Mutter und Töchtern findet man in diesem Buch nichts. Auch fehlt jeglicher kritischer Blick auf das Leben der Töchter! Dass Gisela zeitlebens keinen rechten Bezug zur Mutter bekam und früh das Elternshaus verließ, wird nicht betrachtet. Sie bleibt farblos, wie sie schon so oft beschrieben wird! Kein Wort davon, dass Gisela, im Gegensatz zu ihrer Mutter eine glückliche Ehe führte und sich für ihre Kinder einsetzte! Giselas sehr positive Entwicklung ... kein Wort!stattdessen Marie Valerie! Der Liebling der Mutter! Aber, so richtig gekümmert hat sich um die kleine Erzherzogin niemand, schon garnicht die Mutter! Früh heiratet Marie Valerie einen entfernten Verwandten und bekommt 9 Kinder. Bei Martha Schad wird sie als gläubige und wohltätige Frau bezeichnet! Schön, dass sie dies war, doch kein kritisches Wort über ihre Ehe! Dass sie von jenem Franz Salvator nach Strich und Faden betrogen wurde und dieser sogar nichtehelich geborene Kinder anerkannte, kein Wort!Stattdessen Fotos von irgendwelchen Nachfahren der Erzherzoginnen!Beim Betrachten der Fotos, auch scheinbar noch offiziellen Fotos von Urenkeln, fühlt sich der Betrachter , als habe er eine Yellow Press Zeitung in den Händen.Diese Familienfotos sind mehr als überflüssig, sie sind ärgerlich und es scheint, als müsse sich die Autorin den Nachfahren der beiden Erzherzoginnen anbiedern!Wer wirklich etwas über die Beziehung von Elisabeth zu ihren Töchtern erfahren will, sollte sich an andere Quellen halten, wie z.B. Brigitte Hamanns Bücher über Kaiserin Elisabeth und Kronprinz Rudolf!
Leider etwas unübersichtlich - Ich habe schon viel über das Thema Elisabeth gelesen und war deswegen auch sehr gespannt auf Martha Schad`s Buch über die Töchter der Kaiserin. Leider ist es sehr unübersichtlich geschrieben, da die Autorin immer gleich den weiteren Lebensweg des Kindes bzw. Enkelkindes verfolgt. Kaum ist z.B. Gisela`s erste Tochter geboren, geht es gleich mit deren Lebensgeschichte und anschließend der Lebensgeschichte ihres ersten Kindes weiter und dann geht es wieder zurück zum zweiten Kind von Gisela. Das finde ich als Leserin ziemlich verwirrend, man verliert leicht den Faden dabei.Natürlich liegt der Hauptaugenmerk auf der Lieblingstochter Marie Valerié, aber trotzdem gelingt es Martha Schad leider nicht besonders gut, die Personen lebensecht darzustellen. Sie verliert sich einfach zu sehr in Stammbäumen. Die ständigen Zeitsprünge und die vielen Personen lassen nicht zu, dass man das Buch in einem Zug lesen kann. Ich persönlich halte es nicht gerade für ein gelungenes Buch, schon gar nicht Neueinsteiger ins Thema Kaiserin Elisabeth. Man bekommt nur einen kleinen Einblick in das Leben der Töchter, aber dieser ist auch sehr subjektiv. Das liegt wohl auch daran, dass Martha Schad die Familie nicht verägern wollte, die ihr viele Quellen zur Verfügung gestellt hat.
Ein Must-Have! - Sisifans aufgepasst!!!Sophie, Gisela und Marie-Valerie, die drei bezaubernden Töchter stehen im Vordergrund des Buches. Spannend ezählt die Autoren von den dreien ihrer Beziehung zu den Eltern... .Ein Must-Have für jeden Sisi- und ... fan!