Österreich : Die schrulligen Habsburger: Marotten und Allüren eines Kaiserhauses

Die schrulligen Habsburger: Marotten und Allüren eines Kaiserhauses

EUR 8,95


Sie könnten einem ja beinahe leid tun, die Habsburger: Die mächtige Herrscherdynastie bestand nämlich aus einer Vielzahl von schrulligen Individuen, die den Thron besteigen mußten, obwohl ihre eigentlichen Interessen in ganz andere Richtungen gingen. So wurstelten sie sich oft mehr schlecht als recht durch die herrscherliche Pflicht und widmeten sich dafür um so hingebungsvoller ihren Marotten. Leopold I. war zwar häßlich wie die Nacht, komponierte aber mit großem Talent und feierte seine Herrscher-Herrlichkeit mit selbstkomponierten Opern und rauschenden Festen. Josef II. flüchtete aus seiner Rolle als Mitregent bei seiner dominanten Mutter, der Kaiserin Maria Theresia. Er zog es vor, den größten Teil seines Lebens inkognito als Graf Falkenstein durch Europa zu reisen und lernte dabei die wahren Probleme seines Volkes kennen. Franz II. dagegen blieb lieber in seinem Wiener Burggarten, um dort seiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: dem Gärtnern. Als leidenschaftlicher Privatier pflegte er sein privates Biedermeier und überließ das Regieren seinem Staatskanzler Metternich. Maximilian von Mexiko blieb zeit seines Lebens ein exzentrischer Schwärmer auf der Suche nach Abenteuern, bis er als Kaiser von Mexiko auf grausame Weise aus seinen Träumen gerissen wurde: Er starb in den Gewehrsalven der Republikaner. Kronprinz Rudolfs eigentliche Liebe galt der Wissenschaft, vor allem der Vogelkunde, der er sich in den wenigen privaten Stunden widmete. Seine Mutter Elisabeth, die berühmte Sisi, errichtete sich eine poetische Gegenwelt zur Realität des ihr verhaßten Wiener Hofes. Sie verehrte den Dichter Heinrich Heine auf beinahe pathologische Weise und dichtete leidenschaftlich nach seinem Vorbild. Der Bogen der schrulligen Herrscherpersönlichkeiten spannt sich vom 15. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, von Friedrich III. und Maximilian I. über Karl V. und Johanna, genannt die Wahnsinnige, bis zur Kaiserin Elisabeth von Österreich. Dieses Buch verwandelt Geschichte in lebendige, amüsante Geschichten und macht auf humorvolle Weise klar: Auch Herrscher sind vor allem Menschen. --Pia Maria Breuss

Schlecht recherchiertes Machwerk - Ich habe ja schon viele (Sammel-)Biographien gelesen (vor allem über die Habsburger), aber diese ist mit Abstand die miserabelste, die mir jemals untergekommen ist.Sowas kommt wohl dabei raus, wenn Pharmazeuten, die auf Journalist umgeschult haben, eine Biographie schreiben wollen. Das ganze Buch ist nichts weiter als ein Sammelsurium aus Anekdoten, die wohl aus anderen Biographien und Geschichtsbüchern abgeschrieben wurden. Die Quellen sind absolut mau, vom Umfang her etwa der Sekundärliteratur eines durchschnittlichen Oberstufenreferats entsprechend. Die Erzählweise unspektakulär und platt. Nichtmal Stammtafeln sind enthalten - für mich ein MUSS für jede (gute) Biographie.Bei der Thematik habe ich zwar weiß Gott keine hochwissenschaftliche Abhandlung erwartet, aber doch zumindest etwas mehr als lediglich eine Aneinanderreihung von Fakten, die man eigentlich in jedem Geschichtsbuch nachlesen könnte. Wenn man sich schon ein bisschen mit den Habsburgern auseinandergesetzt hat, erfährt man absolut nichts Neues, aber auch für Einsteigfer halte ich dieses Buch für ungeeignet - es ist einfach zu langweilig, zu oberflächlich und zu zusammenhangslos.Also mal ehrlich, so eine Biographie kann ich auch schreiben! Das Lesen kann man sich getrost sparen.

Schon wieder Rudolf und Sisi - Wieder mal die Habsburger...Das Buch fängt gut an, vor allem das Kapitel über Kaiser Friedrich und sein AEIOU (ein Jammer, daß dieses Rätsel wohl nicht mehr zu lösen sein wird) liest sich sehr unterhaltsam.Dennoch zwei Sterne Abzug. Rudolfs und Sisis Absonderlichkeiten wurden bereits zur Genüge behandelt - in unzähligen Biographien und auch in der Piper-Reihe, so z. B. in Christian Dickingers Habsburgs schwarze Schafe. Mußten es schon wieder diese beiden sein? Dieser Stoff ist reichlich abgegrast! Gut aber, daß Maximilian von Mexiko Erwähnung findet, den hat Dickinger nämlich vergessen.Fazit: Ganz nettes Werk, aber nicht unbedingt nötig - keinem würde es fehlen, wenn es nicht da wäre.




Die schrulligen Habsburger: Marotten und Allüren eines Kaiserhauses