
Gerecht - Da Thea Leitner meistens über unterdrückte Ehefrauen schreibt, finde ich es sehr fair, daß sie sich nun einmal zu kurz gekommenen Ehemännern widmet. Denn die gab es auch, wenn es auch nicht sehr viele zu sein scheinen. Mir fallen auch keine weiteren ein als die, die Leitner aufzählt. Sehr interessant, einmal etwas über die Schicksale der Männer von Maria Stuart, Maria Theresia, Katharina der Großen und Königin Victoria zu erfahren.
Sehr unterhaltsam und informativ - Ein sehr interessantes Buch über Männer, welche im Schatten weltberühmter Frauen standen. Geschichtlich informativ. Regt zum Nachdenken an.
Informativ und unterhaltsam - In gewohnt souveräner Weise erzählt Thea Leitner die Lebensgeschichten der Ehemänner von Mary Stuart, Katharina der Großen, Maria Theresia und Queen Victoria. Besonders interessant fand ich hierbei die Rolle der königlichen Weggefährten im Wandel der Zeiten.Ein tatkräftiger und energischer Mann wie James Graf Bothwell hätte nicht nur gleichberechtigt neben seiner Ehefrau Mary geherrscht, er hätte in einem so kriegerischen und zerrissenen Land, wie Schottland es in jener Zeit war, im Laufe der Zeit mehr Einfluß erlangen können als seine gekrönte Ehefrau, zumal die Frau damals als minderwertiges Wesen galt, deren Herrschaft als „wider die Natur gesehen wurde. Darüber hinaus wären die militärischen Geschicke des Landes bei Bothwell in kompetenten Händen gewesen. Hätte es da nur nicht Henry Darnley gegeben, Mary s zweiten Ehemann.Wäre Zar Peter III. in seiner geistigen und emotionalen Entwicklung nicht so nachhaltig durch eine ausgesprochen lieblose und brutale Erziehung gestört worden, wäre er nicht so russenfeindlich und bei Hofe unbeliebt gewesen, dann wäre seine Ehefrau wohl nur schmückendes Beiwerk gewesen und es hätte höchstwahrscheinlich keine Katharina die Große gegeben. Obwohl die Dekrete und Erlasse seiner kurzen Regierungszeit auf einen modernen Herrscher hoffen ließen, hatte Peter zu dieser Zeit bereits ausgespielt und Katharina war auf dem Weg zur absoluten Macht. Die einzige Funktion der Ehemänner von Kaiserin Maria Theresia und Queen Victoria hingegen scheint die eines Samenspenders gewesen zu sein. Beide waren als Ausländer bei ihren Untertanen eher unbeliebt, wurden von ihren dominanten Frauen unterdrückt und waren politisch ohne jeden Einfluß. Ein sehr unterhaltsames Buch über die Männer an der Seite berühmter Herrscherinnen, informativ wie die meisten Bücher der Autorin.